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Konzeptportrait von Annette: eine Wolke aus Bastelwatte verdeckt das Gesicht, nur der Mund bleibt sichtbar, heller Studiohintergrund.
Start›Magazin›Einblicke
Einblicke · 2 Min Lesezeit

Making of: eine Wolke vor dem Gesicht

Alexander FranzenVon Alexander Franzen · 22. August 2026
Kurz gesagt

Die Wolke ist kein Composite, sondern gebaut: Bastelwatte auf einem Drahtgerüst, montiert auf einem Haarreif. Unten steht die komplette Materialliste mit Links, dazu der Aufbau Schritt für Schritt und die Studio-Umsetzung.

Manche Bilder fangen mit einem Satz an. Bei diesem war es der Gedanke, wie sich wohl ein Kopf voller Gedanken anfühlt, wenn man ihn sichtbar macht. Aus der Idee wurde ein Portrait, bei dem eine echte Wolke das Gesicht verdeckt. Kein Composite aus Photoshop, sondern etwas, das man anfassen kann, gebaut aus ein paar Materialien aus dem Bastelladen.

Die Idee: den Kopf zur Wolke machen

Ziel war ein ruhiges, grafisches Bild vor hellem Hintergrund, bei dem die Wolke klar als Form steht und trotzdem leicht und luftig wirkt. Wichtig war mir, dass die Wolke wirklich vor dem Gesicht sitzt und nicht nachträglich hineinmontiert ist. Das gibt echten Schattenwurf, echte Tiefe und diese kleinen Unregelmäßigkeiten, die eine gebastelte Wolke lebendig machen. Der Mund bleibt bewusst frei, damit ein Rest Mensch sichtbar bleibt.

Das fertige Bild: die Wolke sitzt real vor dem Gesicht, nur der Mund bleibt frei.

Was du für die Wolken-Maske brauchst

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Das eigentliche Wolkenmaterial ist Füllwatte, auch als Bastelwatte bekannt. Sie lässt sich auseinanderzupfen und zu lockeren, dichten Büscheln formen, die im Licht genau wie eine Wolke aussehen.

Als unsichtbare Basis dient ein schlichter Haarreif. Er hält die Konstruktion am Kopf, ohne dass man später eine Halterung sieht.

Etwas Basteldraht gibt der Wolke ihr Gerüst: damit biegt man die grobe Form vor und schafft die Fläche, auf der die Watte hält.

Schritt für Schritt: die Wolken-Maske bauen

  1. Schritt 1

    Haarreif als Basis

    Ein schlichter Haarreif wird zur unsichtbaren Halterung für die Wolke.

  2. Schritt 2

    Drahtgerüst formen

    Mit Basteldraht ein leichtes Gerüst biegen, das die Wolkenform vorgibt und vor dem Gesicht sitzt.

  3. Schritt 3

    Bastelwatte aufzupfen

    Die Füllwatte in Büscheln aufzupfen und locker um das Gerüst legen, bis eine dichte, luftige Wolke entsteht.

  4. Schritt 4

    Form und Dichte prüfen

    Konturen zupfen, Lücken schließen, das Gewicht niedrig halten, damit die Wolke beim Tragen sitzt.

  5. Schritt 5

    Aufsetzen und auslösen

    Haarreif aufsetzen, die Wolke vor dem Gesicht ausrichten, den Mund frei lassen und fotografieren.

Das Drahtgerüst auf dem Haarreif gibt die Grundform der Wolke vor.
Schritt für Schritt kommt die Bastelwatte auf das Drahtgerüst.

Im Studio: Licht und Auslösen

Für das Bild reicht ein einfacher Aufbau. Ein heller, gleichmäßig ausgeleuchteter Hintergrund nimmt der Szene alles Dramatische und lässt die Wolke als klare Form stehen. Das Licht kommt weich von vorne, damit die Watte Struktur bekommt, ohne harte Schatten zu werfen. Annette hat den Kopf leicht gehoben, sodass die Wolke natürlich vor dem Gesicht liegt und der Mund sichtbar bleibt. Ein paar Aufnahmen mit minimal veränderter Kopfhaltung geben später die Freiheit, die stimmigste Form zu wählen.

Kleine Änderungen der Kopfhaltung verändern die Silhouette der Wolke.

Am Ende lebt das Bild von der Balance zwischen sauberem Handwerk und dem bewusst Ungeplanten. Die Watte formt sich bei jedem Auslösen ein wenig anders, und genau diese Zufälle machen die Wolke echt. Wer mag, variiert Farbe und Menge des Materials und bekommt vom zarten Schleier bis zur dichten Gewitterwolke ganz unterschiedliche Stimmungen.

Häufige Fragen

Lockere Füllwatte beziehungsweise Bastelwatte lässt sich am besten aufzupfen und wirkt im Licht wie eine echte Wolke. Feste Watteblöcke sind weniger geeignet.

Ja, solange die Konstruktion leicht bleibt. Das Drahtgerüst auf dem Haarreif trägt die Watte, und weil das Gewicht gering ist, sitzt die Wolke ruhig vor dem Gesicht.

Sehr gerne. Wir planen die Idee gemeinsam und setzen sie im Studio um, auf Wunsch mit weiteren Bildkonzepten im selben Shooting.

Das Wolken-Bild ist Teil einer größeren Editorial-Serie. Die ganze Portraitserie mit Annette gibt es im Portfolio.

Lust auf ein eigenes Konzept-Portrait?

Ob Wolke, Blumen oder eine ganz andere Idee: erzähl mir, was dir vorschwebt, und wir setzen es im Studio um.

Portrait anfragen›
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Inhalt
  1. Die Idee: den Kopf zur Wolke machen
  2. Was du für die Wolken-Maske brauchst
  3. Schritt für Schritt: die Wolken-Maske bauen
  4. Im Studio: Licht und Auslösen
Verwendetes Equipment
Füllwatte / Bastelwatte
Das Wolkenmaterial
Haarreif
Unsichtbare Basis der Wolken-Maske
Basteldraht
Formgebendes Gerüst

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