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Rudelbildung im Spiel der AXA Women’s Super League zwischen GC Frauenfussball und Yverdon Sport Women: Inès Khiri (9) und Chloé Le Franc (10) von Yverdon stehen Spielerinnen von GC gegenüber, Schiedsrichterin Laura Mauricio geht dazwischen, im Stadion Letzigrund in Zürich.

AXA Women’s Super League · 10. Spieltag 2026/2027

Feuer unter Flutlicht: GC Frauenfussball dreht ein 0:2 gegen Yverdon Sport Women und gewinnt 3:2

GC Zürich vs. Yverdon Sport Women · AXA Women’s Super League

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  4. ›Feuer unter Flutlicht: GC Frauenfussball dreht ein 0:2 gegen Yverdon Sport Women und gewinnt 3:2

Alexander FranzenText und Foto von Alexander Franzen·31.10.2026·Fußball

Es war ein Spiel, in dem von der ersten Minute an Feuer steckte. GC Frauenfussball war die bessere Mannschaft, vergab aber früh die Chance auf die Führung und lag nach zwei Standards plötzlich 0:2 zurück. Auf dem Rasen gerieten immer wieder Spielerinnen beider Teams aneinander, an der Seitenlinie musste die Schiedsrichterin den Trainer der Gäste mehrfach zur Ordnung rufen. Am Ende stand eine Aufholjagd, die sich die Zürcherinnen mit einer fast durchgehend dominanten zweiten Halbzeit verdient hatten.

Ein Abend mit zwei Spielen

Der Samstagabend im Letzigrund war als Doppelspieltag angelegt. Um 18 Uhr spielten die GC Männer gegen den FC Vaduz, um 20:30 Uhr folgten die Frauen gegen Yverdon Sport Women. Mit einem Ticket ließen sich laut Vorschau von GC Frauenfussball beide Partien besuchen, für das Frauenspiel blieb allerdings nur die Haupttribüne geöffnet. So leuchteten die übrigen Ränge unter dem Flutlicht in leerem Rot, während sich auf der Haupttribüne die Fans sammelten. Zürich lag schon im Dunkeln, als die Mannschaften zum Aufwärmen kamen. GC wollte mit einem Sieg in der Tabelle nach oben klettern. Yverdon reiste als Aufsteiger an, der den YB Frauen im September im Wankdorf ein 1:1 abgetrotzt hatte.

Das Stadion Letzigrund leuchtet am Abend vor dem Spiel der AXA Women’s Super League zwischen GC Frauenfussball und Yverdon Sport Women zwischen den Lichtern der Stadt Zürich.
Der Letzigrund unter Flutlicht, umgeben von den Lichtern der Stadt.

Schiedsrichterin Laura Mauricio führte mit ihren Assistenten die Teams auf den Platz, die Spielerinnen liefen gemeinsam mit den Einlaufkindern ein. Danach gab es einen besonderen Moment: Vor den aufgereihten Spielerinnen und Kindern wurde Lauryn Reuber auf dem Rasen geehrt, mit Blumen und einem gerahmten Trikot mit der Nummer 17, auf dem in großen Buchstaben „Danke“ stand. GC Frauenfussball spielte in Weiß und Blau, Yverdon Sport Women ganz in Schwarz. Trainerin Laura Vetterlein verfolgte die letzten Minuten vor dem Anstoß mit Mütze und verschränkten Armen. Ruhig sollte es an diesem Abend nicht mehr werden.

Lauryn Reuber wird vor dem Spiel zwischen GC Frauenfussball und Yverdon Sport Women mit einem gerahmten Trikot und Blumen geehrt, im Stadion Letzigrund in Zürich.
Ein Trikot mit der 17 und viel Dank: die Ehrung für Lauryn Reuber vor dem Anpfiff.
Vor dem Anpfiff: GC-Trainerin Laura Vetterlein, dazu Gilliane Roch, Mimoza Hamidi und Inès Khiri beim Aufwärmen.

Zwei Ecken, zwei Gegentore

GC begann druckvoll und hätte früh in Führung gehen können. Die Chancen waren da, doch keine landete im Tor. Dann folgte der erste Eckball für Yverdon, getreten von Sandrine Gaillard-Mauron, und Andrea Maddalen Sierra Larrauri traf in der 9. Minute zum 0:1. Die Gäste feierten in einer dichten schwarzen Traube. GC antwortete mit einer weiteren Drangphase und schnürte Yverdon phasenweise in der eigenen Hälfte ein. Doch wieder schlug der Außenseiter zu, wieder nach einer Ecke: In der 25. Minute erhöhte Léane Fontaine auf 0:2, so berichtet es auch der Tages-Anzeiger. Zwei Standards, zwei Tore, und GC stand mit leeren Händen da.

Andrea Maddalen Sierra Larrauri feiert mit Yverdon Sport Women das 1:0 gegen GC Frauenfussball im Stadion Letzigrund in Zürich.
Nach dem ersten Eckball jubelt Yverdon: Andrea Maddalen Sierra Larrauri hat zum 0:1 getroffen.
Léane Fontaine feiert mit Yverdon Sport Women das 2:0 gegen GC Frauenfussball, im Vordergrund Spielerinnen von GC, im Stadion Letzigrund in Zürich.
Wieder nach einer Ecke: Léane Fontaine und Yverdon jubeln über das 0:2, GC schaut zu.

Wortgefechte auf dem Rasen und an der Linie

Mit den Toren stieg die Temperatur. Nach einer knappen Viertelstunde gerieten Dalila Belén Ippolito von GC und Inès Khiri von Yverdon lautstark aneinander, Nummer 90 gegen Nummer 9, Gesicht an Gesicht. Es sollte nicht ihr letztes Duell bleiben. An der Seitenlinie wurde Arnaud Vialatte, der Trainer der Gäste, immer wieder laut. Schiedsrichterin Laura Mauricio musste ihn mehrfach zurechtweisen und kam dafür bis an die Seitenlinie. Auch auf GC-Seite kochten die Emotionen: Ella Ljuština sah nach einer Diskussion die Gelbe Karte. Jeder Zweikampf wurde an diesem Abend mit voller Härte geführt, jede Entscheidung kommentiert.

Dalila Belén Ippolito (90) von GC Frauenfussball und Inès Khiri (9) von Yverdon Sport Women geraten aneinander, im Stadion Letzigrund in Zürich.
Nummer 90 gegen Nummer 9: Dalila Belén Ippolito und Inès Khiri lieferten sich ihr eigenes Duell.

Rudelbildung und ein Traumtor

Der Anschlusstreffer lag in der Luft, und er war verdient. In der 36. Minute zog Morgane Nicoli aus der Distanz ab, laut Tages-Anzeiger aus rund 30 Metern, und traf zum 1:2. Kurz vor der Pause eskalierte die Stimmung dann endgültig. Nach einem Foul liefen Spielerinnen beider Teams zusammen, es wurde geschubst, gestikuliert und geschrien. Laura Mauricio stand mittendrin und brauchte eine ganze Weile, bis sich die Lage beruhigte. Am Ende zeigte sie Marta Cazalla von GC und Ilona Guede Redondo von Yverdon jeweils die Gelbe Karte. Mit 1:2 ging es in die Kabinen, und alle im Stadion wussten, dass dieses Spiel noch nicht entschieden war.

Morgane Nicoli von GC Frauenfussball im Zweikampf mit Chloé Warpelin von Yverdon Sport Women, im Stadion Letzigrund in Zürich.
Morgane Nicoli, Torschützin zum 1:2, setzt sich gegen Chloé Warpelin durch.

Die zweite Halbzeit gehört GC

Nach dem Seitenwechsel spielte fast nur noch GC. Die Zürcherinnen ließen den Ball laufen, schoben die Linien weit nach vorne und drängten Yverdon tief in die eigene Hälfte. Die Gäste konnten sich nur noch selten befreien, Gegenangriffe blieben die Ausnahme. In der 70. Minute führte wieder ein Eckball zum Tor, diesmal auf der anderen Seite: Auf Vorlage von Ella Ljuština köpfte Marta Cazalla zum 2:2 ein. Nur drei Minuten später, in der 73. Minute, sah Inès Khiri ihre zweite Gelbe Karte und musste vom Platz. In Unterzahl wurde es für Yverdon noch schwerer, das Spiel lief nur noch in eine Richtung. Die Frage war nicht mehr, ob GC zum Siegtor kommt, sondern wann.

Wo es an diesem Abend knisterte

01 / 06

Erste Halbzeit

Ermahnung an der Seitenlinie

Laura Mauricio ruft Yverdon-Trainer Arnaud Vialatte zur Ordnung. Es blieb nicht das einzige Mal.

Erste Halbzeit

Gelb für Ella Ljuština

Nach einer Diskussion sieht die spätere Matchwinnerin selbst die Gelbe Karte.

Kurz vor der Pause

Rudelbildung

Nach einem Foul laufen Spielerinnen beider Teams zusammen, Laura Mauricio steht mittendrin.

Kurz vor der Pause

Gelb auf beiden Seiten

Marta Cazalla und Ilona Guede Redondo werden nach der Rudelbildung verwarnt.

Zweite Halbzeit

Diskussion um Inès Khiri

Qendresa Krasniqi redet auf die Schiedsrichterin ein, Inès Khiri liegt am Boden.

73. Minute

Gelb-Rot für Inès Khiri

Die Nummer 9 von Yverdon muss vom Platz, danach läuft das Spiel nur noch in eine Richtung.

Ljuština setzt den Schlusspunkt

Die Entscheidung fiel zehn Minuten nach dem Ausgleich. Nach einem Gestocher im Strafraum von Yverdon war Ella Ljuština zur Stelle und schob den Ball laut Tages-Anzeiger über die Linie. Ausgerechnet die Spielerin, die in der ersten Halbzeit selbst Gelb gesehen hatte, war damit an beiden Toren der zweiten Halbzeit beteiligt und die Spielerin des Abends. Yverdon warf in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne, Audrey Remy brachte Eckbälle und Freistöße in den Strafraum. Doch GC verteidigte den Vorsprung sicher bis zum Schlusspfiff.

Maeva Sogan von Yverdon Sport Women im Zweikampf mit Melanie Müller von GC Frauenfussball, im Stadion Letzigrund in Zürich.
Yverdon wehrt sich in der Schlussphase: Maeva Sogan im Duell mit Melanie Müller.
Ella Ljuština und Emma Egli von GC Frauenfussball umarmen sich nach dem Schlusspfiff gegen Yverdon Sport Women, daneben klatscht eine Spielerin von Yverdon mit der Torhüterin von GC ab, im Stadion Letzigrund in Zürich.
Nach dem Schlusspfiff: Ella Ljuština und Emma Egli umarmen sich, daneben klatscht eine Spielerin von Yverdon fair mit der GC-Torhüterin ab.

Das Spiel in Kürze

Wettbewerb: AXA Women’s Super League, 10. Spieltag, Saison 2026/27

Ort: Stadion Letzigrund, Zürich

Datum: Samstag, 31. Oktober 2026, Anstoß 20:30 Uhr

Endstand: GC Frauenfussball 3:2 Yverdon Sport Women (Halbzeit 1:2)

Tore: 0:1 Andrea Maddalen Sierra Larrauri (9.), 0:2 Léane Fontaine (25.), 1:2 Morgane Nicoli (36.), 2:2 Marta Cazalla (70.), 3:2 Ella Ljuština (80.)

Gelb-Rot: Inès Khiri (73., Yverdon Sport Women)

Vorlage zum 2:2: Ella Ljuština

Trainer: Laura Vetterlein (GC Frauenfussball), Arnaud Vialatte (Yverdon Sport Women)

Schiedsrichterin: Laura Mauricio

Quelle der Torminuten: Matchbericht von GC Frauenfussball. Der Tages-Anzeiger nennt für drei Tore jeweils eine Minute später (10., 37., 71.) und für das Siegtor die 81. Minute.

Einordnung

Mit dem Sieg zieht GC Frauenfussball in der Tabelle am FC Zürich vorbei auf Rang drei, wie der Tages-Anzeiger festhält. Die FCZ-Frauen hatten am Vorabend in Basel verloren. Bemerkenswert ist vor allem die Art des Sieges. Zweimal ließ sich GC nach Standards überraschen, verlor aber nie den Faden und blieb trotz aller Nickligkeiten bei seinem Spiel. Yverdon Sport Women zeigte erneut, wie unangenehm der Aufsteiger sein kann, bezahlte aber für die vielen Emotionen mit der Gelb-Roten Karte. Schon das Hinspiel in Yverdon Ende August hatte GC laut kicker mit 2:1 knapp gewonnen. Weiter geht es für die Zürcherinnen am Sonntag, 8. November 2026, um 14 Uhr mit dem Heimspiel gegen den FC St. Gallen 1879 im Letzigrund.

Für GC Frauenfussball war ich in dieser Saison schon beim 6:0 gegen den FC Rapperswil-Jona im Letzigrund. Yverdon Sport Women habe ich im September beim 1:1 im Wankdorf gegen die YB Frauen fotografiert, ebenfalls im Auftrag von DP Media. Wie eng es in diesem Herbst im Schweizer Frauenfußball zugeht, zeigte auch das Cup-Achtelfinal zwischen den FC Aarau Frauen und dem FC Basel 1893.

Häufige Fragen

GC Frauenfussball gewann am 10. Spieltag der AXA Women’s Super League mit 3:2 gegen Yverdon Sport Women. Zur Pause führten die Gäste noch mit 2:1, nach 25 Minuten stand es sogar 0:2. In der zweiten Halbzeit bestimmte GC das Spiel fast durchgehend und drehte die Partie. Yverdon beendete das Spiel nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl.

Für Yverdon Sport Women trafen Andrea Maddalen Sierra Larrauri (9.) und Léane Fontaine (25.), beide Tore fielen nach Eckbällen. Für GC Frauenfussball verkürzte Morgane Nicoli in der 36. Minute mit einem Distanzschuss. Marta Cazalla köpfte in der 70. Minute nach einer Ecke auf Vorlage von Ella Ljuština zum 2:2 ein. Den Siegtreffer erzielte Ljuština selbst in der 80. Minute. Die Minuten folgen dem Matchbericht von GC Frauenfussball.

Von Beginn an wurden die Zweikämpfe mit großer Härte geführt, und mehrfach gerieten Spielerinnen beider Teams aneinander. Kurz vor der Pause kam es zu einer Rudelbildung, nach der Marta Cazalla und Ilona Guede Redondo Gelb sahen. Yverdon-Trainer Arnaud Vialatte wurde von Schiedsrichterin Laura Mauricio mehrfach zurechtgewiesen. In der 73. Minute sah Inès Khiri die Gelb-Rote Karte.

Das Spiel fand am Samstag, 31. Oktober 2026, um 20:30 Uhr im Stadion Letzigrund in Zürich statt. Es war der zweite Teil eines Doppelspieltags, zuvor hatten die GC Männer gegen den FC Vaduz gespielt. Für das Frauenspiel war nur die Haupttribüne geöffnet.

Quellen

Hunziker, A. (2026, 31. Oktober). 0:2-Rückstand, dann Aufholjagd: GC-Frauen drehen das Spiel gegen Yverdon noch. Tages-Anzeiger. tagesanzeiger.ch.
https://www.tagesanzeiger.ch/gc-dreht-0-2-rueckstand-ljustina-trifft-zum-3-2-gegen-yverdon-696625312891

GC Frauenfussball. (2026, 31. Oktober). GC Frauenfussball dreht Partie gegen Yverdon und gewinnt mit 3:2. gcfrauenfussball.ch.
https://www.gcfrauenfussball.ch/1-team/matchcenter/detail/1047/#tab-game-2

GC Frauenfussball. (2026). Zwei Spiele, ein Abend: GC Zürich lädt zum Doppelspieltag. gcfrauenfussball.ch.
https://www.gcfrauenfussball.ch/news/artikel/185/zwei-spiele-ein-abend-gc-zuerich-laedt-zum-doppelspieltag-1/

kicker. (2026). Grasshopper Club Zürich gegen Yverdon Sport: Direktvergleich. kicker.de.
https://www.kicker.de/grasshopper-club-zuerich-frauen-gegen-fc-yverdon-feminin-frauen

Bilder vom Spiel

Die Galerie folgt dem Abend im Letzigrund vom offiziellen Matchball und dem Einlaufen der Teams bis zu den letzten Eckbällen von Yverdon. GC Frauenfussball spielte in Weiß und Blau, Yverdon Sport Women in Schwarz. Zu sehen sind die harten Duelle, die Wortgefechte zwischen den Spielerinnen und die Momente an der Seitenlinie. Alle Bilder dieser Reportage sind im Auftrag von DP Media entstanden.

Bilddokumentation

DP Media

Im Auftrag von DP Media

Die mit „DP MEDIA“ gekennzeichneten Bilder dieser Reportage sind im Auftrag von DP Media entstanden und wurden an die Agentur übertragen. Vermarktung und Lizenzierung dieser Motive erfolgen ausschließlich über DP Media.

Spielerinnen, Spieler und Trainerteams wenden sich für Anfragen bitte direkt an dpmedia.ch. Medien und Vereine erhalten Lizenzen über office@dpmedia.ch.

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Spiel-Fakten

Match-Datum
31.10.2026
Ergebnis
3:2
Heim
GC Zürich
Gast
Yverdon Sport Women
Wettbewerb
AXA Women’s Super League
Ort
Stadion Letzigrund, Zürich
DP Media

Bildrechte

Mit „DP MEDIA“ markierte Bilder entstanden im Auftrag von DP Media und werden von der Agentur vermarktet.

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