Eine Beacharena mitten in der Altstadt
Wo sonst Menschen über das Pflaster ziehen, lag Mitte Juli ein Beachvolleyballfeld. Der Barfüsserplatz im Herzen von Basel wurde für drei Tage zur Arena. Zuschauen konnte man von allen vier Seiten: auf drei groß aufgebauten Tribünen, einer kleinen Steintribüne und einem weiteren Zuschauerbereich rund um das Feld. Dazu Verpflegungsstände, Musik und das kräftige Orange des Titelsponsors, das Trikots, Banden und sogar das Maskottchen einfärbte. Die Mischung aus historischen Fassaden und moderner Sportbühne gab dem Turnier seinen eigenen Charakter, halb Wettkampf, halb Sommerfest. Bei sommerlicher Hitze und hartem Mittagslicht bekamen die Teams über dem Sand genau die Bühne, die dieser Sport braucht.

Freitag und Samstag, die Ausgangslage
An den ersten beiden Tagen sortierte sich das Feld. In Gruppen- und Ausscheidungsspielen arbeiteten sich die favorisierten Duos nach vorne, während mehrere jüngere Paarungen für Achtungszeichen sorgten. Bei den Frauen fiel das junge Duo Elena Csontos und Fanny Deecke auf, das in seinem ersten gemeinsamen Auftritt auf dieser Stufe überraschend weit kam. Auf der anderen Seite stand mit Jasmine Wandeler eine Spielerin wieder im Sand, die nach langer, verletzungsbedingter Pause zurückkehrte. Bei den Männern lagen mehrere Paarungen eng beieinander, darunter auch Teams aus dem Ausland, und schon vor dem Finaltag zeichnete sich ab, dass die Entscheidungen knapp ausfallen würden.
Der Finalsonntag
Am Sonntag war der Platz von morgens an gefüllt. Zuerst spielten die Frauen ihren Titel aus. Muriel Bossart und Linda Abbühl ließen im Endspiel gegen Zoé Flückiger und Nadine Demierre wenig zu und gewannen in zwei Sätzen mit 21:10 und 21:17. Den dritten Platz sicherte sich mit Elena Csontos und Fanny Deecke ausgerechnet das junge Duo, das über das Wochenende zur Entdeckung des Turniers geworden war.
Bei den Männern ging es enger zu. Im Endspiel setzten sich Leo Dillier und Luc Emanuel Flückiger gegen Florian Breer und Mathis Kälin durch. Nach dem ersten Satz mit 21:18 fiel der zweite erst nach mehreren abgewehrten Satzbällen mit 28:26, womit das Spiel ohne dritten Satz entschieden war. Den Weg ins Finale hatten sich Breer und Kälin zuvor in einem der intensivsten Spiele des Wochenendes erkämpft, einem Halbfinale gegen das österreichische Duo Leitner und Kindl, das erst im Tiebreak fiel. Rang drei ging an Yves Haussener und Simon Hagenbuch.

Drei Tage Sand, zwei Titel und eine Altstadt, die zur Tribüne wurde.
Die Ranglisten
Frauen
1. Bossart/Abbühl (SUI)
2. Flückiger/Demierre (SUI)
3. Csontos/Deecke (SUI)
4. Wandeler/Stolz (SUI)
5. Eugster/Gähwiler (SUI)
Männer
1. Dillier/Flückiger (SUI)
2. Breer/Kälin (SUI)
3. Hagenbuch/Haussener (SUI)
4. Leitner/Kindl (AUT)
5. Napier/Petersen (DEN)
Sport zum Anfassen
Was die OBI Beach Tour in Basel ausmacht, ist die Nähe. Zwischen Publikum und Feld liegen nur wenige Meter, jeder Block, jeder Bagger und jeder Jubel ist unmittelbar. Genau diese Nähe macht das Turnier auch fotografisch reizvoll: harte Kontraste, fliegender Sand und Emotion ohne Distanz. Die folgende Bilddokumentation fängt drei Tage zwischen Wettkampf und Sommerfest ein.
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