Eine Beacharena am Vierwaldstättersee
Wo sonst Spaziergänger am Seebecken entlangziehen, lag Ende Juli ein Beachvolleyballfeld im Sand. Das Inseli direkt neben dem KKL Luzern wurde für drei Tage zur Arena, mit dem Center Court unmittelbar am Vierwaldstättersee. Rundherum entstand ein Beach Village mit Verpflegung, Partneraktionen und dem kräftigen Orange des Titelsponsors, das Trikots, Banden und das aufblasbare Maskottchen einfärbte. Die Tribünen waren über das ganze Wochenende gut gefüllt, Familien, Sportfans und Gäste aus der Stadt mischten sich unter die Zuschauer. Selbst kurze Regenschauer taten der Stimmung keinen Abbruch. Aus See, Sommerlicht und Sand wurde genau die Bühne, die dieser Sport braucht.

Freitag und Samstag, die Ausgangslage
An den ersten beiden Tagen sortierte sich das Feld im Ausscheidungsmodus mit doppelter Chance. Bei den Frauen setzte früh das deutsche Duo Linda Bock und Lea Sophie Kunst den Maßstab und gab über weite Strecken kaum einen Satz ab. Dahinter meldete sich Jasmine Wandeler an der Seite von Livia Stolz eindrucksvoll zurück, nachdem sie in Basel gerade erst aus einer langen Verletzungspause gekommen war. Menia Bentele und Annique Niederhauser zeigten, dass die Deutschen zu schlagen sind, und nahmen ihnen am Samstag in drei Sätzen ein Gruppenspiel ab. Bei den Männern lagen mehrere Paarungen eng beieinander, angeführt von Adrian Heidrich und Yves Haussener sowie von Leo Dillier und Luc Emanuel Flückiger. Für internationale Akzente sorgten die Tschechen Donovan Džavoronok und Jan Hadrava und das belgische Frauenduo Youna Coens und Lente Thant.
Der Finalsonntag
Am Sonntag füllte sich der Center Court schon am Vormittag. Bei den Frauen trafen im Endspiel Jasmine Wandeler und Livia Stolz auf Linda Bock und Lea Sophie Kunst. Die beiden Deutschen bestätigten ihre Vormachtstellung und gewannen deutlich in zwei Sätzen mit 21:9 und 21:11. Für Wandeler und Stolz blieb der zweite Platz, ein starkes Resultat für ein Duo, das erst seit Kurzem wieder gemeinsam im Sand steht. Den dritten Rang sicherten sich Muriel Bossart und Linda Abbühl mit einem Sieg über Menia Bentele und Annique Niederhauser.

Bei den Männern ging es enger zu. Im Endspiel setzten sich Adrian Heidrich und Yves Haussener gegen Leo Dillier und Luc Emanuel Flückiger durch. Der erste Satz blieb bis zum Schluss offen und fiel erst mit 23:21, ehe der zweite mit 21:11 klar an Heidrich und Haussener ging. Den Weg ins Finale hatten sich die beiden zuvor in einem hart umkämpften Halbfinale gegen Daniel Allemann und Simon Leffler erarbeitet, das erst im dritten Satz entschieden war. Rang drei ging an die Tschechen Donovan Džavoronok und Jan Hadrava.

Drei Tage Sand am See, zwei Titel und eine Stadt, die zur Tribüne wurde.
Die Ranglisten
Frauen
1. Bock/Kunst (GER)
2. Wandeler/Stolz (SUI)
3. Bossart/Abbühl (SUI)
4. Bentele/Niederhauser (SUI)
5. Flückiger/Demierre (SUI)
Männer
1. Heidrich/Haussener (SUI)
2. Dillier/Flückiger (SUI)
3. Džavoronok/Hadrava (CZE)
4. Allemann/Leffler (SUI)
5. Jauffret/Zandbergen (SUI)
Sport zum Anfassen
Was die OBI Beach Tour in Luzern ausmacht, ist die Nähe. Zwischen Publikum und Feld liegen nur wenige Meter, jeder Block, jeder Bagger und jeder Jubel ist unmittelbar. Dazu kommt die Kulisse am Vierwaldstättersee, die aus einem Turnier ein Sommerfest macht. Genau diese Mischung macht die Tage auch fotografisch reizvoll, von hartem Mittagslicht über das Flutlicht am Abend bis zu den Emotionen der Siegerehrung. Die folgende Bilddokumentation fängt drei Tage zwischen Wettkampf und Seebad ein.
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